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ALL EYES ON: Mirek Szlagor

Interview mit Mirek Szlagor

Im Gespräch mit der Augsburg Business School erzählt Leadership Experte und internationaler Trainer Mirek Szlagor von den großen Veränderungen im Leadership, was eine herausragende Führungskraft ausmacht und warum das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten“ auch auf Führungsthemen zutrifft.

  1. Wie hat sich für Sie das Thema Führung in den letzten 10 Jahren verändert?

    Seit einigen Jahren verfolge ich mit großer Neugier die Entwicklung alternativer Führungsmodelle, die sich in Richtung dezentral gesteuerter Organisationen bewegen.

    Ich denke, nach und nach setzt sich die Einsicht durch, dass gängige Führungsmodelle, die auf Hierarchie und Kontrolle basieren, aktuelle Herausforderungen einer immer komplexeren und unsicheren, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Welt nicht mehr meistern können.

    Große Innovationen brauchen eine ganz andere Umwelt und eine Art kollektiver Intelligenz – die kann in dezentral gesteuerten und agilen Organisationen viel leichter geschaffen werden.

    Laut einer Studie von Frederic Laloux (Reinventing Organizations) beruht der Schlüssel zum Erfolg dabei auf zwei Prinzipien: verteilte Autorität und Transparenz statt Kontrolle. Best Practice Beispiele sind hier zum Beispiel Morning Star oder Zappos in den USa oder etwa Buurtzorg in Holland.

  2. Ticken Führungskräfte in anderen Ländern anders? / Gibt es Ihrer Meinung nach länderspezifische Führungspersönlichkeiten?

    Ja, die gibt es natürlich. Die Zusammenhänge zwischen nationalen Kulturen und den Unternehmenskulturen und Führungsstillen sind ja weitgehend erforscht worden. Die Frage ist, inwieweit sie heute von Bedeutung sind. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Berater vieler internationaler Firmen in Polen können die länderspezifischen Führungsstile zum Problem werden, wenn die Expansionsstrategie nach dem „copy paste“ Prinzip durchgeführt wird. Organisationen, die eine Sensibilität für länderspezifischen Unterschiede entwickeln haben, tun sich bei der Globalisierung viel leichter.

    Ich verstehe die Führung kontextuell und systemisch. Ein individueller Führungsstill hängt von vielen Komponenten ab. Es steht natürlich auch mit der Führungskultur bestimmten Ländern in Verbindung wobei ich der Meinung bin, dass die intrapersonellen sowie organisationskulturspezifische Bestandteile von größeren Bedeutung sind.

  3. Was sind für Sie die drei großen Herausforderungen für Führungskräfte in der heutigen Zeit?

    Die drei wichtigsten Herausforderungen sind für mich:

    – das wahre Gespür für Menschen und ihr individuelles Potenzial zu entwickeln, verbunden mit der Fähigkeit eine kollektive Intelligenz in Form von hoch effektiven Teams und Netzwerken zu fördern und zu nutzen

    – das tiefe Verständnis für die neuen Technologien, darunter AI, zu entwickeln und dabei hohe Synergien zwischen dem Potenzial der Menschen und den breiten Möglichkeiten der modernen Technologien zu sehen und das Beste aus diesem Zusammenspiel herauszuholen

    – und last but not least die Fähigkeit zu entwickeln, unsere Umwelt und die moderne Gesellschaft auf eine systemische Art und Weise verstehen zu können, sowie nachhaltige Geschäftsstrategien zu fördern und diese konsequent zu verfolgen.

    Die Fähigkeit, diese drei Herausforderungen zu erkennen, anzunehmen und erfolgreich zu meistern, macht für mich eine außergewöhnliche und herausragende Führungskraft aus.

  4. Wer ist für Sie ein Vorbild in Sachen Führung?

    Seitdem sich mein Interesse an den alternativen Führungsmodellen entwickelt hat, habe ich gewisse Vorliebe zu Persönlichkeiten, die sich abseits des Mainstreams befinden, wie etwa Tony Hsieh, der CEO von Zappos und der Autor von NYT Bestseller Delivering Happiness. Solche Menschen, auch wenn sie oft kontrovers sein mögen, schaffen es, eine hoch menschenfreundliche Unternehmenskultur mit überdurchschnittlichen, wirtschaftlichen Resultaten zu verbinden.

  5. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit der Augsburg Business School?

    Ich schätze die sehr offene, partnerschaftliche und menschliche Atmosphäre der Zusammenarbeit. Innerhalb der letzten zwei Jahren hat sich die Augsburg Business School erstaunlich weiterentwickelt und bietet nun ein breites Spektrum an Dienstleistungen. Interessant ist auch die starke Ausrichtung auf die Entwicklung von Apps und Lerntools, wodurch das Angebot an die Kunden noch komplexer wird.  So bin ich gespannt auf die Zukunft.

 

 

 

 

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2018-10-25T10:46:03+00:00August 2nd, 2018|0 Comments

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